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Mit HD in die Broadcast-Zukunft!

Die Fernsehwelt befindet sich seit etwa anderthalb Jahrzehnten in einem globalen Prozess grundlegender Umstrukturierung. Waren Film- TV- und Produktionslandschaft in der Vergangenheit an konventionelle Verfahren und Systeme zur Übertragung und Aus- strahlung von Fernsehsignalen gebunden, spricht die Zukunft des Augenblicks eine gänzlich andere Sprache. Mit zunehmender Digitalisierung des Fernsehens ist hierbei das hochauflösende High Definition Television respektive das Format High Definition von besonderem Stellenwert. In weiten Teilen der Erde längst etabliert, gewinnt die Techno- logie grenzenloser Bildwelten nun auch in Europa mehr und mehr an Akzeptanz auf breiter Ebene. Nicht zuletzt durch Aufzeichnung und Ausstrahlung der Fußballwelt- meisterschaft 2006 in HD wird deutlich, inwiefern High Definition Television den Ruf des Fernsehkonsumenten nach Entertainment und Information mit Live Charakter nicht nur hört, sondern tatsächlich auch beantworten kann.
 
Auflösung, Formate und Bildraten
High Definition Television (HDTV, Hochauflösendes Fernsehen) ist ein Sammelbegriff, der eine Reihe von Fernsehnormen bezeichnet, die sich gegenüber dem herkömmlichem Fernsehen durch mehr Zeilen, erhöhte Auflösung und einem Seitenverhältnis von 16:9 auszeichnen. HDTV hat im Vergleich zum klassischen Bild in PAL-Norm, die rund fünffach höhere Zeilenauflösung und bietet beeindruckende Detailgenauigkeit, Kontraste und Farbwiedergabe. HDTV hat eine Minimalauflösung von 720 vertikalen Zeilen mit 1280 horizontalen Bildpunkten (ca. 1 Millionen Bildpunkte pro Bild); Die maximale Auflösung liegt bei 1080 vertikalen Zeilen mit 1920 horizontalen Bildpunkten (ca. 2 Millionen Bildpunkte pro Bild). Voraussetzung für die Übertragung eines derart hochauflösenden Signals ist das MPEG2 - Kompressionsverfahren, das derzeit sowohl bei Standard Definition als auch High Definition verwandt wird.
 
HDTV kann mit den bekannten Bildwechselraten 25/50 Vollbilder pro Sekunde/50 Halbbilder pro Sekunde (EBU) und 24/30/60 Vollbilder pro Sekunde / 60 Halbbilder pro Sekunde (FCC/ATSC - System) arbeiten. Die höhere Zeilenzahl ermöglicht einen geringeren Betrachtungsabstand von etwa dem 1,2- bis 2-fachen der Bildbreite (SDTV: 3 bis 4,5-fach) und damit einen viel eher dem breitwandigem Kinobild entsprechenden Gesamtbildeindruck. Als international meist verbreitetes Format erweist sich immer wieder 24 Bilder progressiv. Zum einen hat die gesamte Film- und Videoindustrie seit über 100 Jahren Erfahrung in der Produktion mit 24 Bildern, zum anderen kann so praktisch der gesamte Weltmarkt ausgehend vom selben Quellmaterial mit hoch- wertigen Bildern bzw. Filmen bedient werden. Es gibt hochwertige Umwandlungen nach NTSC (3:2:2 Pulldown) und in Richtung PAL (24>25 Speedup). Damit ist die Akquisition auf 24fps Garant, dem Weltmarkt immer Anbieter optimaler Formate sein zu können.
 
Ästhetik, Ökonomie und Technik
Ein effizienter Workflow, von der Akquisition über die Nachbearbeitung bis hin zur Distribution, lässt HD - Profitechnik schon heute Backround vieler aufwändiger Produktionen sein. So kommt High Definition immer dann zum Einsatz, wenn Bilder- lebnisse eindrucksvoller Tiefe und Emotion geschaffen werden sollen, ohne dabei den Rahmen knapp bemessener Budgets signifikant antasten zu müssen. Während bei einem Dreh auf 35 mm ein Bild zwar auf Monitor bewertet, dabei jedoch nur der grobe Aufbau, nicht aber kleinste Details oder etwa die Lichtverhältnisse einzuschätzen sind, läuft die Anwendung in HD von vornherein unter einem günstigeren Stern. Bei einer HD Produktion können Regisseur und Kameramann direkt am Set sämtliche Nuancen, Kontrast- und Farbbestimmungen so betrachten, wie sie dann tatsächlich auch auf Band oder Festplatte aufgezeichnet werden. Bestimmte Effekte sind so bereits während der Aufnahme realisierbar, was ein nochmaliges Aufzeichnen oder aber aufwendige Korrekturen in der Postproduktion von vornherein überflüssig werden lässt.
 
Hochwertige HD Technik ist verfügbar, längst auch nicht mehr kostenintensiver als konventionelle SD Technik. Neue Speichermedien wurden entwickelt, die in der Lage  sind bedeutend höhere Datenmengen aufzunehmen. Mit der Professional Plug - In - Card (P2) von Panasonic kann die Aufzeichnung von DVCPROHD - Material mit 100 Mbps bandlos realisiert werden. Mit Sony XDCAM, dem digitalen Videosystem auf Optical - Disc - Basis, wird eine Datentransferrate von 72 Mbps (1 - Head - Unit) oder 144 Mbps (2-Head-Unit) erreicht. Damit ist es  generell möglich, HD - Videoprogramme auf die Scheibe zu schreiben und zusätzliche weitere Daten, die empfangen werden, aufzuzeichnen.
 
Fragen und Antworten
Die Entscheidung für ein bestimmtes System oder Verfahren muss immer individuell getroffen werden. Als Entscheidungskriterien sollten neben den resultierenden Produktionskosten immer auch ein effizienter Workflow und die vielseitige und langfristige Verwertbarkeit des Contents zu betrachten sein. Mit den AV - Solution Partnern stehen Sendeanstalten, Film- und Fernsehproduktionen, Kamerateams und Redaktionen kompetente Ansprechpartner zur Seite, die ihr Wissen in individueller Beratung weitergeben, um so zielsicher und punktgenau Hilfestellung bei der Entscheidung pro oder contra HD leisten zu können.

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